Das war das TalentCamp 2017

Anna vom Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium in Gelsenkirchen war beim TalentCamp Ruhr 2017 dabei und hat einen Artikel für die Website ihrer Schule geschrieben. Das TalentCamp aus Schülersicht gibt es hier zum nachlesen.

Die Workshops

Alle Phasen eines Dokumentationsformats sowie Berufe aus der Medienbranche stellten Denise Förster und Merlin Morzeck in ihrem Workshop vor. Vom Brainstorming über Interviewtechniken bis hin zur Postproduction konnten die Jugendlichen in jeder Phase aktiv werden und die jeweiligen Arbeitsabläufe kennenlernen. Format und Themenschwerpunkte wurden von den TeilnehmerInnen bestimmt, Texte für die Aufnahmen und Interviewfragen verfasst, Kameraführung, Ton und alle weiteren Positionen wurden von den Teilnehmern besetzt. Entstanden ist eine Jugendnachrichtensendung, die nach dem Beschluss der tägllichen Redaktionssitzung über Innovation City, XY und auch über das Angebot des TalentCamp selbst berichtet.

Den Designer und Handwerker in sich entdecken und gemeinsam aus alten Materialien neue Designs schaffen – das konnten die SchülerInnen unter der Leitung von Judith Lange und Ali Akkus. Als Designagentur organisiert haben alle gemeinsam überlegt, aus welchen fast unbrauchbaren und ausrangierten Materialien sich neue Gebrauchsobjekte herstellen lassen. Entstanden sind u.a. schicke Lederarmbänder aus einem alten Koffer, ein Schuhregal aus einer Europalette und eine Hängematte aus alten Seilen und Stoffresten. Wie bei einer Agentur üblich, wurden auch Aufträge der anderen Workshops entgegen-genommen. So wurden z.B. die Teamshirts des Filmworkshops mit der selbstgebauten Siebdruckmaschine bedruckt. Beeindruckt hat alle TeilnehmerInnen ihr handwerkliches Talent und ihre Kreativität.

Unter der Leitung von Denise Zelasny und Frederick XYCVG, haben die TeilnehmerInnen neben des Erlernens der Theorie im Bereich Wind- und Solarenergie sowie 3D-Konstruktion, eine Solarzelle aus u.a. Jod, Hagebuttentee und Glasplatten gebaut und ein kleines Holz-Windrad, das mit einer Solarzelle betrieben wird gebastelt. Hauptprojekt der gesamten Gruppe war jedoch eine Carrera-Lok, die durch die Stadt Ruhrtopia fahren sollte. Je nach Interesse und Fähigkeiten, arbeitete jeder an unterschiedlichen Aufgaben, um am Schluss die einzelnen Schritte jedes Tages zu einem gemeinsamen Gesamtprojekt zusammenführen zu können. Abgerundet wurde das Programm durch einen spannenden und einzigartigen Ausflug zu einer Kalkaer Windenergieanlage mit Besichtigung des Windradfußes.

Unter der Leitung von Sandra Tietjens und Larissa Närdemann hat sich dieser Workshop jeden Tag einem anderen Thema Rund um Nachhaltige Küche gewidmet. Neben der Theorie zu verschiedenen Ernährungsstilen über Verpackungen bis hin zur Lebensmittelverschwendung wurde außerdem jeden Tag ein anderes Lebensmittel verarbeitet. Zudem gab es eine kulinarische Schnitzeljagd inklusive Führung durch einen Bio-Supermarkt sowie einen Besuch auf einem Bauernhof, der solidarische Landwirtschaft betreibt. Ein Kochkurs unter professioneller Anleitung in einer Bochumer Kochschule gehörte zu den weiteren Höhepunkten. Am Ende wurden die eigenen Ernährungsgewohnheiten besprochen und gemeinsam entschieden, welche Eigenkreationen es auf die Liste der Pottsnacks geschafft haben.

Die Freizeit

Die Freizeitaktivitäten wurde durch Justin Hirsemann und Steven Busacca Doleo gestaltet, die gleichzeitig auch die von den SchülerInnen angebotenen FreizeitWorkshops koordiniert haben. Zu den Workshops der Jugendlichen gehörten u.a. ein Workshop zur Sicherheit im Internet, ein Fußballworkshop und ein Zeichenworkshop. Beim Ausflug in eine Kletterhalle konnten die Teilnehmer ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen und das gegenseitige Vertrauen konnte gestärkt werden. Ein Ausflug in die Blaue Lagune gehörte zu den Höhepunkten, der durch den Besuch eines Klettergartens sowie Wasserski und Wakeboarding abgerundet wurde. Aber auch Beachvolleyball, Fußball oder einfach nur das Ausruhen am See waren hier Teil des Programms.

Die Abschlussveranstaltung

Bei der großen Abschlussveranstaltung konnte jedes Workshop-Team seine Ergebnisse einem beeindruckten Publikum vorstellen. Die gesamte Veranstaltung wurde von den SchülerInnen mitgeplant und eigenständig moderiert. Die Gäste konnten den Prozess der vorangegangenen 10 Tage in einer Galerie anhand von Fotos und Ausstellungsstücken betrachten, anfassen und ausprobieren: umgestaltete Möbel und Design-objekte, leckere selbstkreierte Ruhrpottsnacks, solarbetriebene Windradmodelle oder Flipcharts, die den kreativen Entstehungsprozess der einzelnen Workshops dokumentierten. Auch die Dokumentation feierte ihre Premiere und erhielt einen langen Applaus. Die Begeisterung über das im TalentCamp Ruhr 2017 Erreichte verdeutlichten auch dieses Jahr die strahlenden Gesichter aller Anwesenden.